Silikon im 3D-Druck

Wacker Chemie entwickelt neues Verfahren für den 3D-Druck von Silikonteilen

Der 3D-Druck von Silikon in ausreichender Qualität und Präzision war bislang aus verschiedenen Gründen nicht möglich. Die Lösung besteht aus einem speziell konstruierten Druckkopf und einer dafür entwickelten Silikonmischung, die bei Druck als Flüssigkeit vorliegt, nach dem Auftragen erstarrt und mittels eines Platinkatalysators und UV-Licht vernetzt. Die Silikonmischung wird in Form von feinen Tröpfchen aufgetragen, die miteinander zu schmalen Streifen zusammenfließen und durch UV-Licht Schicht für Schicht zu einem gummi-elastischen Material vernetzt wird. Das Verfahren zeichnet sich durch hohe Präzision und geringe Oberflächenrauhigkeit aus. Erster Prototyp war eine passgenaue Schuheinlage aus Silikon. Geplant ist die Entwicklung kompletter Drucksysteme einschließlich des Werkstoffs selbst zur Herstellung weiterer Silikonteile per 3D-Druck.  Bild: Wacker Chemie AG – Das neue 3D-Verfahren des Münchner Chemiekonzerns WACKER arbeitet äußerst präzise. Der Druckroboter produziert Strukturen mit einer Linienbreite von 0,6 Millimetern. Das Silicon wird tröpfchenweise gesetzt und ist nach dem Auftragen sofort standfest. Das macht die Herstellung äußerst genauer Konturen möglich.

14.09.2015
GJ 

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