Status quo der Nanotechnologie

Mit dem Aktionsplan Nanotechnologie 2015 hat die Bundesregierung die Weichen für die nachhaltige Nutzung der Innovationspotenziale der Nanotechnologie gestellt und Rahmenbedingungen für einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit dieser Technologie geschaffen.

Ein zentrales Element ist dabei auch die Risikoforschung. In den Fördermaßnahmen NanoCare und NanoNature werden mögliche Risiken durch Nanomaterialien für Mensch und Umwelt systematisch untersucht. Die Zahl der Unternehmen, die nanotechnologisches Know-how zur Herstellung innovativer Produkte für den Weltmarkt nutzen, nimmt ebenso dynamisch zu wie Patentanmeldungen und Publikationen in diesem Zukunftsfeld. In einem Jahresbericht „ nano.DE-Report 2011“  (siehe Anlage) wird eine aktuelle Bestandsaufnahme der Nanotechnologie in Deutschland gegeben. Er gibt Auskunft über die deutsche Position im internationalen Vergleich, beschreibt die Entwicklung von Beschäftigten- und Umsatzzahlen und analysiert die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.Die Nano-technologie in Deutschland umfasst rund 1800 Institutionen, davon ca. 40 % kleine und mittlere Unternehmen (KMU), 13 % Großunternehmen, 24 % Hochschulinstitutionen, 9 % institutio-nelle Forschungseinrichtungen sowie sonstige Einrichtungen wie Netzwerke, Behörden, Verbände und Finanzinstitutionen (Stand Januar 2011). Die bezüglich der Akteurszahlen am stärksten vertretenen Nanotechnologie-teilgebiete sind Nanomaterialien, Nanobeschichtungen sowie die Nanoanalytik. Zu den wichtigsten Anwendungsfeldern der Nanotechnologie zählen die Chemie, der Geräte- und Maschinenbau (incl. Messtechnik), der Dienstleistungssektor (Auftragsforschung, -beschichtung etc.) sowie der Bereich Medizin/Pharma. Die Beschäftigtenzahl wird nach eigenen Prognosen der Unternehmen im Jahr 2011 um 4 % auf dann ca. 64.000 ansteigen.        In Deutschland sind rund 600 öffentlich finanzierte Forschungseinrichtungen aus Hochschulen und institutionellen Forschungsorganisationen im Bereich der Nanotechnologie tätig. In diesen Forschungseinrichtungen befassen sich rund 10.000 Wissenschaftler mit der Forschung im Bereich der Nanotechnologie. Drittmittel des Bundes zählen zu den wichtigsten Finanzierungsquellen der Nanotechnologieforschung in Deutschland. Bei ca. 80 % der Institutionen macht diese Finanzierungsquelle mehr als ein Viertel des gesamten Nanotechnologieforschungsbudgets aus. Als Anwendungs-bereiche der Nanotechnologie, die in den nächsten fünf bis zehn Jahren am stärksten von der Nanotechnologieforschung profitieren können, stehen die Elektronik, Medizin/Pharma und die Energietechnik an der Spitze.

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