Tarifabschluss

Am 5. Februar 2014 haben sich die Tarifparteien in der Chemischen Industrie geeinigt. Das Verhandlungsergebnis sieht vor, dass die Tarifentgelte sowie die Ausbildungsvergütungen aller Ausbildungsjahre nach einem Leermonat um 3,7 % erhöht werden.

Die Gesamtlaufzeit beträgt 14 Monate. Die unbefristete Übernahme von Auszubildenden als tarifvertragliche Regelung konnte abgewehrt werden. Es gilt weiterhin der Grundsatz: Ausbildung geht vor Übernahme. „Durch den heute nach harten Verhandlungen mit der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie erzielten Tarifabschluss werden vor allem die vielen kunststoffverarbeitenden Unternehmen in Norddeutschland ein weiteres Stück in ihrer Ertragskraft abgehängt. Dieser Tarifabschluss verschärft die strukturellen Probleme dieser Unternehmen erheblich, denn sie können steigende Kosten auf ihren Absatzmärkten kaum weitergeben“, sagt Dr. Jochen Wilkens, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes ChemieNord. Für die anderen Zweige der Chemiebranche in Norddeutschland werde der Tarifabschluss dazu führen, dass eine Vielzahl an Unternehmen ihre Preise erhöhen müssen. „Viele unserer Mitgliedsunternehmen kämpfen seit drei Jahren mit einer stagnierenden Produktion und steigenden Kosten. Ihre kaum noch vorhandene Investitionsbereitschaft wird durch diesen Tarifabschluss weiter geschwächt. Nur mit Preiserhöhungen wird die Branche ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten“, so Wilkens.Für die knapp 65.000 Beschäftigten in den rund 300 Mitgliedsunternehmen des Arbeitgeberverbandes ChemieNord in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen gilt der neue Tarifvertrag ab dem 1. Februar 2014 bis zum 31. März 2015.

Erstellt am 7.2.2014

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