Verstärkungsrahmen aus Naturfaser

International Automotive Components (IAC) fertigt für die neue Mercedes-Benz E-Klasse den Dachhimmel mit einem Verstärkungsrahmen aus verfestigten Naturfasern für das Schiebedach.

Die Leichtbaukomponente mit der Bezeichnung „IAC FiberFrame-Technologie“ ersetzt in der E-Klasse den üblicherweise aus Metall bestehenden Verstärkungsrahmen des Schiebedaches durch eine Werkstoffkombination, die zu 70 % aus nachwachsenden Rohstoffen besteht. Dabei kommt das speziell für den Anwendungsfall entwickelte Naturfaserhalbzeug IAC EcoMatHot als Verstärkung zum Einsatz. Die Fasermatte enthält ein duroplastisches Bindemittel und wird in einem Heißpressverfahren hergestellt. Der IAC FiberFrame verfügt über eine hohe Biegefestigkeit und ermöglicht Gewichtseinsparungen von bis zu 50 % im Vergleich zu regulären Metallrahmen. Gegenüber thermoplastischen Kunststoffanwendungen tritt bei IAC FiberFrame in Klimatests kein Bauteilverzug auf. Darüber hinaus benötigen die hier eingesetzten Formwerkzeuge wesentlich kürzere Vorlaufzeiten als gewöhnliche Stahlformwerkzeuge. Die Produktion der Schiebedachrahmen für die E-Klasse startete im November 2015 im IAC-Werk in Prestice, Tschechien, dem Kompetenzzentrum des Unternehmens für Dachhimmel und Overhead-Systeme.Neben Dachhimmelsystemen aus Prestice beliefert IAC die neue E-Klasse mit Radhausschalen und Radkastenabdeckungen, gefertigt in Celle, sowie Rücksitzbezügen aus dem tschechischen Zakupy. Für eine nahtlose Lieferung der Komponenten greift IAC auf seine Erfahrungen aus der globalen Belieferung von Bodenbelägen, Säulen- und Kofferraumverkleidungen für die Mercedes-Benz C-Klasse seit 2014 zurück.Bild: IAC – IAC FiberFrame und Dachhimmel in der Mercedes-Benz E-Klasse.

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AK

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