Weltweit einmaliges Verfahren zur Rückgewinnung von Kunststoffen

Die HLW Hoch Leistungs Werkstoffe GmbH hat in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Kautschuktechnologie (DIK), Hannover, ein neuartiges Verfahren entwickelt, das erstmals auf der Hannover Messe 2013 vorstellt wird. Mit Hilfe von elektrischen Schockwellen werden Produktionsabfälle zu nanometergroßen Teilchen zerkleinert, vorgereinigt, mittels Feinsieben sortiert und schließlich in den Produktionskreislauf zurückgeführt. Wertstoffe lassen sich damit zu fast hundert Prozent zurückgewinnen, weshalb auch keine Abfallstoffe entstehen.

Das patentierte Verfahren ist weltweit einzigartig. Bisher erweist es sich als fast unmöglich die verschiedenen Kunststoffsorten wieder voneinander zu trennen oder die Methoden sind mit hohen Kosten verbunden. So enden die meisten Altkunststoffe noch immer als Brennmaterial in Industrieöfen oder führen ein zweites Leben als minderwertige Plastik- oder Gummiprodukte. Allein in der Europäischen Union steht dem hannoverschen Unternehmen ein attraktiver Markt offen. Laut HLW fallen in der EU jährlich rund 2,5 Millionen Tonnen Altreifen und rund 2 Millionen Tonnen an Elastomerbauteilen an. Im nächsten Schritt wird das Unternehmen Produktionsstätten und Vertrieb aufbauen. Geplant sind zwei Standorte für die Materialaufbereitung und Herstellung eigener Verbundstoffe: einer im südlichen Niedersachsen und ein weiterer in Sachsen-Anhalt. Bereits Mitte 2013 soll es losgehen. Ein weiteres Standbein soll der Lizenzverkauf an große Industrieunternehmen werden, die ihre Abfälle selbst aufbereiten.

Bild: Peter von
Bechen
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pixelio.de – Die HLW Hoch
Leistungs
Werkstoffe GmbH stellt ein einzigartiges Verfahren vor, mit dem Kunststoffe und Kautschuk zu fast hundert Prozent wieder aufbereitet werden kann.

Erstellt am 2.5.2013

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