Weniger Feinstaub durch Bio-Ethanol

Höhere Beimischung von Bio-Ethanol in Benzinmotoren reduziert Partikelausstoß von PKWs deutlich.

Neue Studie der TU Wien zeigt: Bio-Ethanol in Benzinmotoren verbessert nicht nur die CO2-Bilanz sondern reduziert auch den Feinstaubausstoß.   


Konkret wurden unterschiedliche Kraftstoffmischungen (mit 5%, 10% und 20% Bio-Ethanol-Anteil) mit drei verschiedenen Benzin betriebenen Fahrzeugen (einem PlugIn-Hybridfahrzeug und zwei PKW mit konventionellem Antriebsstrang) getestet. Die Untersuchungen fanden sowohl am Rollenprüfstand an der TU Wien als auch im realen Straßenverkehr („Onroad“) statt. Für die Onroad-Tests wurden die Fahrzeuge mit einem speziellen  mobilen Abgasmesssystem ausgestattet.  


Im Vergleich zum gewöhnlichen Benzin mit 5% Bio-Ethanol-Anteil kann der Partikelausstoß bei Steigerung auf 10% Bio-Ethanol um bis zu 23% gesenkt werden, bei einer Beimischung von 20% Bio-Ethanol sogar um bis zu 61%.  Feinstaub kann einen erheblichen Einfluss auf die Gesundheit haben, und der Straßenverkehr gilt mit etwa 15% Anteil als einer der Feinstaub-Verursacher. In Österreich zeigen die Feinstaubwerte in der Luft laut Umweltbundesamt erfreulicherweise eine leichte Abwärtsentwicklung. Eine höhere Beimischung von Bio-Ethanol zu Benzin könnte diesen Trend weiter verstärken.Foto: TU-Wien – Onroad-Messungen von Feinstaub mit Spezialgerät.

AK
28.4.17

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