Recycling von Polylactid (PLA)

Das Fraunhofer-Instsitut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV entwickelt ein patentiertes Verfahren mit der Bezeichnung CreaSolv-Prozess (eingetragene Marke der Creacycle GmbH) zur gezielten lösemittelbasierten Isolation von PLA aus verschiedenen Abfallfraktionen.

Mit dem selektiven Auflösen des Zielkunststoffes werden ungelöste Fremdpolymere als auch Nicht-Kunststoffe abgetrennt. Der Prozess beinhaltet auch Reinigungsstufen für lösliche Verunreinigungen wie Abbauprodukte oder Additive. Der Prozess liefert nach den Reinigungsstufen eine Lösung von Polylactid Molekülen, deren Molekülgröße und Molmassenverteilung dem ursprünglichen Polymer entspricht. Der Prozess erzeugt aus kontaminierten und heterogenen Abfällen sehr reine Polymer Recyclate.Der Prozess lässt sich in vier verfahrenstechnische Hauptschritte unterteilen, welche Lösung, Reinigung, Fällung und Trocknung des Kunststoffes umfassen. Die Recyclate sind anschließend auf herkömmlichen Kunststoffverarbeitungsmaschinen zu neuen Kunststoffteilen verarbeitbar.Verwendet werden spezielle, hochsiedende Lösungsmittel-Formulierungen, die den Zielkunststoff selektiv lösen und die in einem geschlossenen Kreislauf regeneriert werden.Erste Untersuchungen im Labormaßstab zeigen, dass durch geeignete Prozessführung und Lösemittelformulierungen die Molmassen des PLA erhalten und teilweise sogar aufgebaut werden. Farbliche Veränderungen konnten bei dieser Verfahrensweise vermieden werden.Weitere Informationen finden Sie hier.

Erstellt am 31.8.2013

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