Das virtuelle Institut „Nanotechnology in Polymer Composites“ lädt zur Konferenz „Nanotechnologie für Faserkunststoffverbunde“ vom 26. bis 27. Mai 2010 in Braunschweig (IHK-Kongresssaal) ein. Themen wie Herstellung und Analytik, Wirkungsweisen, Simulationen und Anwendungen stehen im Fokus. Neben Fachvorträgen und Diskussionen mit ausgewählten Experten findet ein unterhaltsames und „jazziges“ Abendprogramm“ statt.
Meeresmüll – Plastik als Hauptbestandteil
Mehr als Zweidrittel des Meeresmülls besteht aus Plastik. So eine Pressemitteilung des Umweltbundesamtes (UBA) anlässlich des Europäischen Tages der Meere am 20. Mai 2010. Dieser ist für die Ökosysteme besonders gravierend, denn für viele Meerestierarten ist er lebensbedrohlich. Zum Beispiel für Meeresschildkröten, die an Plastiktüten ersticken können.
Haifischhaut für Flugzeuge, Schiffe und Windenergieanlagen
Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung – IFAM – in Bremen entwickelte einen Lack und die dazugehörige Fertigungstechnik, der den extremen Anforderungen in der Luftfahrt Stand hält, den Strömungswiderstand reduziert bei Temperaturschwankungen von -55 bis +70 Grad Celsius, intensiver UV-Bestrahlung und hohen Geschwindigkeiten. Das Vorbild für die Struktur des Lacks kommt von den Schuppen schnell schwimmender Haie.
Neues Polyamid 66 (PA 66) für Rohre im Motorraum
Lanxess in Leverkusen hat ein optimiertes PA 66 zur Herstellung von Rohren für den Motorraum von Fahrzeugen unter der zukünftigen Bezeichnung Durethan AKV 30 G HR DUS 023 entwickelt. Das Produkt wurde speziell für die Verarbeitung nach der Gas- und Wasserinjektionstechnik (GIT bzw. WIT) optimiert und eignet sich besonders für Hohlkörper, die große Rohrquerschnitte und komplexe Geometrien mit Abzweigungen, Querschnittsabflachungen und großen Winkeln aufweisen. Sein optimiertes Erstarrungsverhalten der Schmelze bewirkt, dass sich auf der Außenoberfläche der Teile keine kleinen Falten und Furchen bilden. Diese können in ungünstigen Fällen zu Undichtigkeiten führen.
Kohlenstoff-Nanoröhrchen mit verbesserter Dispergierbarkeit
Bayer MaterialScience, Leverkusen, stellte in Tokio einen neuen Typ von Kohlenstoff-Nanoröhrchen (carbon nanotubes, CNT) vor. CNTs unter dem Markennamen Baytubes® C 70 P zeichnen sich gegenüber dem eingeführten Produkt Baytubes® C 150 P durch eine verbesserte Dispergierbarkeit aus und sind damit besonders für den Einsatz in mechanisch empfindlichen Polymeren geeignet. Darüber hinaus können sich wirtschaftliche Vorteile aus den kürzeren Zeiten für das Dispergieren der Nanoröhrchen-Agglomerate in Wasser und anderen niedrig-viskosen Flüssigkeiten ergeben.
Carbon-Nanotubes (CNTs) von Nanocyl jetzt bei NRC
Die Nordmann Rassmann GmbH aus Hamburg hat den Vertrieb von Carbon Nanotube-Produktlösungen der Nanocyl S.A. für Deutschland, Österreich und die Schweiz übernommen, allen voran die CNT-Pulver (NC 7000) und die elektrisch leitfähigen Masterbatche (PLASTICYLS). Bei diesen Materialien handelt es sich um elektrisch leitfähige Multi-Wall CNTs.
Umweltpreis 2010 der Stiftung Arbeit und Umwelt – Energieeffizienz mit Mitarbeiterbeteiligung
In diesem Jahr lobt die Stiftung Arbeit und Umwelt der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) einen Umweltpreis zum Thema „Energieeffizienz mit Mitarbeiterbeteiligung“ aus. Bewerben können sich Unternehmen, Verwaltungen und Einrichtungen aller Branchen mit Sitz in Deutschland mit mindestens 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die unter Einbeziehung ihrer Beschäftigten beispielgebende und innovative Projekte und Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz umgesetzt haben.
Höchsteffiziente Mehrfachsolarzellen und Konzentratormodule
Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme – ISE in Freiburg, entwickelte eine Dreifachsolarzelle bestehend aus den Verbindungshalbleitern Galliumindiumphosphid, Galliumindiumarsenid und Germanium.
Der spezielle Aufbau ermöglicht es, fast das gesamte Spektrum des Sonnenlichts optimal zur Energieerzeugung zu nutzen und mit einem Wirkungsgrad von 41,1 Prozent mehr Sonnenlicht in Strom umzuwandeln als je zuvor. Hierzu werden mehrere Solarzellen aus mehr als 20 einzelnen Schichten mit einer sehr guten Qualität übereinander gestapelt. Die Struktur der Halbleiterschicht, die Materialqualität, die Metallkontakte sowie die Antireflexschichten wurden optimiert.
Evonik weiht neue Produktionsstätte für P84-Fasern ein
Evonik Fibres, Schörfling in Österreich, eine Tochter der Evonik Industries, Deutschland, weihte am 17. Juni 2010 eine neue Anlage für die Produktion von Polyimid-Faser P84 einschließlich Lagerhalle, Servicetrakt und separatem Verwaltungsgebäude ein.Damit ist Evonik Fibres gerüstet, den ständig wachsenden Bedarf an P84-Produkten weltweit und insbesondere in Asien abzudecken.
Neuer Werkstoff für Kraftstoffsysteme
Ticona in Kelsterbach bietet für die Herstellung von Systemen, die mit aggressiven Kraftstoffen in Kontakt kommen, ein neues mineral-/glasgefülltes Polyphenylensulfid (PPS) mit der Bezeichnung Fortron 6162XF an. Der Werkstoff weist ein geringeres Quellverhalten und 45 Prozent weniger Kraftstoffaufnahme gegenüber PPS Standardtypen auf und zeichnet sich durch hohe Dimensionsstabilität und sehr gute Kriechfestigkeit aus.









